Workplace Innovation and Leadership

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Der durch den digitalen Transformationsprozess rasant ansteigende Druck stellt Unternehmen und Organisationen vor komplexe Herausforderungen und birgt erhebliche Risiken der Fehlsteuerung. Technologische oder ökonomische Reduktionen der Potenziale der digitalen Transformation führen nicht nur schnell zu einem Akzeptanz- und Motivationsverlust auf Seiten der MitarbeiterInnen, sondern untergraben auch deren berechtigte Erwartungen an Partizipation und Mitbestimmung sowie ihre Fähigkeit zur Selbstorganisation und Innovation, die letztlich die Basis für wirtschaftlichen Erfolg bildet.

Das dritte Band der EHP-Reihe Workplace Innovation ermöglicht einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Führungsherausforderungen im organisatorischen, sozio-digitalen Transformationsprozess und stellt diese in Zusammenhang mit dem europäischen Workplace Innovation Konzept. Führende VertreterInnen dieses Konzeptes sowie weitere renommierte WissenschaftlerInnen ermöglichen Einblicke in Ihre aktuellen Forschungsergebnisse zu Leadership und gehen auf praktische Herausforderungen und Gestaltungsoptionen ein.

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Führungskräftearbeit als interaktionsbasierte Dienstleistung

Thorben Krokowski (sfs) und Marisabel González Ocanto (ehemals sfs; jetzt Universität Mannheim) widmen sich in ihrem nun erschienenen Buch „Führungskräftearbeit als interaktionsbasierte Dienstleistung“, welche im Rahmen des BMBF-Projekts „ella4.0 – Gute Führung und Arbeit in der Soziodigitalen Transformation“ erschienen ist, der Sondierung möglicher Impulse, die von der personennahen Dienstleistungsforschung in Bezug auf Führung ausgehen können. Hierbei werden die Anforderungen an bzw. von Führung in einer digitalisierten Arbeitswelt vorgestellt und abschließend in Bezug zu Interaktionskompetenz gesetzt.

Die digitalunterstützte zunehmende Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette erweitert und verändert den Informations- und Interaktionsraum als Bezugspunkt von Führung (z. B. erweiterte Interaktionsdistanzen, Zunahme der Anzahl und Diversität von Interaktionsakteuren, veränderte Interaktionskanäle, erhöhte Interaktionsgeschwindigkeiten). Hier wird die Beziehung zwischen Führungskraft und Geführten in digitalen Transformationsprozessen als interaktionsbasierte Dienstleistungsbeziehung charakterisiert. Welche Kompetenzen und Interaktionskompetenzen benötigen Führungskräfte in einer digitalisierten Arbeitswelt?

Vor diesem Hintergrund versuchen Thorben Krokowski und Marisabel González Ocanto führungsrelevante Aspekte des Konzeptes von Interaktionsarbeit im personennahen Dienstleistungsbereich herauszuarbeiten. Insbesondere dem Gesichtspunkt der Führung als erfahrungsbasierte interaktionale Dienstleistung wird in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zuteil. Zudem wird der Blick auf den Aspekt der Führungskompetenz gelenkt und dessen Stellenwert im Rahmen der Digitalisierung beleuchtet.

Die Ergebnisse der Analyse zeigen u.a. auf, dass sich im Zuge der Digitalisierung und des damit einhergehenden hochdynamischen und komplexer werdenden Arbeitsumfeldes eine deutliche Akzentverschiebung von hierarchischen zu dynamischen Interaktionsmustern vollzieht. Zudem erweist sich die Entwicklung von Interaktionskompetenzen als grundlegend, um in unterschiedlichen Führungssituationen adäquat handeln zu können. Interaktionsarbeit muss dementsprechend als basales und handlungsleitendes Element von Führungskräftearbeit berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird es für Unternehmen und Organisationen in Zukunft unablässig sein herauszufinden, welche interaktionsbezogenen Kompetenzen sich als erforderlich für die (Personal-)Führung ausweisen und wie diese entwickelt werden können, um den durch das Auftreten von struktureller Ungewissheit und Grenzen von Planung gekennzeichneten neuen Anforderungen in der digitalisierten Arbeitswelt Rechnung zu tragen.

Das aktuelle Buch „Führungskräftearbeit als interaktionsbasierte Dienstleistung“ ist im Rahmen des von der sfs koordinierten BMBF-Projektes „ella4.0 – Gute Führung und Arbeit in der Soziodigitalen Transformation“ entstanden. Die Workplace Innovation wird von der Sozialforschungsstelle, vom Fraunhofer IAO und vom FIR e.V. der RWTH Aachen betreut wird. Weitere Bücher sind in Vorbereitung und werden zeitnah folgen.

Links:

eLLa 4.0 im InWiGe-Newsletter – Arbeiten an und mit Menschen

Der dritte InWiGe-Newsletter ermöglichte einen weiteren Einblick in die Arbeit des Förderschwerpunkts. Dieses Mal gab mehr Information über Veranstaltungen, an denen einzelne Verbundprojekte und InWiGe mitgewirkt haben (GfA-Frühjahrskongress, ExpertIinnenworkshop „Systematisch Human“, Beratersymposium Oldenburg). Des Weiteren wurden drei Verbundprojekte vorgestellt, darunter unser Projekt eLLA4.0.

Hier der Beitrag im Newsletter:

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eLLa4.0 – Gute Führung und Arbeit in der soziodigitalen Transformation

Wie Potentiale der digitalen Transformation genutzt werden, hängt in hohem Maße von der Führung eines Unternehmens ab. Führungskräfte müssen die neuen Herausforderungen meistern und Prozesse entsprechend lenken. Mittels des Zertifikatskurses „Exzellente Soziodigitale Führung“ will eLLa4.0 Führungskräfte zur Steuerung soziodigitaler Systeme befähigen und sie so auf neue Szenarien vorbereiten. Wir wollten von dem Projekt wissen, wie die Digitalisierung die Führung verändert und welche Kompetenzen für eine gute soziodigitale Führung besonders wichtig sind. Die Antworten darauf lesen Sie hier.

Unter https://ellaviernull.de/ finden sie weitere Informationen zu dem Projekt. Bei Fragen schreiben Sie gerne eine E-Mail an projekt-ella-40@fir.rwth-aachen.de.

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Den kompletten Newsletter finden Sie hier.

beyondwork 2020 – Europäische Arbeitsforschungstagung

Am 21. und 22. Oktober brachte die Europäische Arbeitsforschungstagung beyondwork2020 internationale Expertinnen und Experten aus Forschung, Wirtschaft, Politik und der Sozialpartner zusammen. Online diskutierten mehr als 1.500 Teilnehmende intensiv über die wichtigsten Fragen und Themen zu den Arbeitswelten von morgen. Wir waren auch dort und konnten das Projekt eLLa 4.0 vorstellen.

Der Gesamtrückblick der Veranstaltung finden Sie hier: Gesamtrückblick

Klicken Sie hier für den eLLa 4.0 Rückblick: Rückblick – eLLa 4.0